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Was ist Mediation?
Und was macht ein Mediator?

Eine häufige gestellte Frage im Zusammenhang mit dieser alternativen Form der Konfliktlösung (alternativ zu einer gerichtlichen Auseinandersetzung), ist:

„Mediation, was ist das eigentlich"?

Am besten nähert man sich der Antwort, indem klargestellt wird, was Mediation nicht ist.

Mediation ist keine Schlichtung.

Der Mediator schlägt keine Lösung vor und ist i.d.R. auch kein Experte der jeweiligen Materie. Die Experten sind die Medianten selbst. Sie finden gemeinsam eine Lösung.

Meditation ist nicht mit dem Schiedsverfahren vergleichbar.

Zwar einigen sich auch hier die Betroffenen gemeinsam auf eine Person, die ihnen bei der Lösung ihres Konflikt behilflich sein soll, es wird jedoch in der Mediation dem Mediator keine Entscheidungsbefugnis übertragen, der Mediator legt nicht fest, welche Folgen aus dem Konflikt für die beteiligten Personen resultieren sollen.

Ebenfalls handelt es sich nicht um eine Konfliktmoderation.

Bei dieser geht es vornehmlich darum, den eigentlichen Streitpunkt herauszuarbeiten und auszuformulieren. Das finden einer tragfähigen Lösung ist möglich jedoch nicht angestrebt.

Mediation dahingegen ist eine Methode der Konfliktbeilegung für die kennzeichnend ist, dass im Rahmen eines Klärungsprozesses die Medianten selbst die Lösung für ihre Schwierigkeiten suchen und finden. Der Mediator gibt hierbei nur Hilfestellungen und ist nicht befugt eine Entscheidung zu treffen.

Tatsächlich sind die Medianten selbst die Experten, sowohl für die Frage, um welchen Konflikt es sich handelt, als auch dafür, wie dieser zu beseitigen ist. Aufgrund der Nähe „zum Objekt" meist zum Konfliktpartner oder zum Gegenstand des Streits, ist aber oft der klare Blick auf das Problem und auf eine mögliche einvernehmliche Lösung versperrt. Hier kann im Rahmen einer Mediation die Sicht wieder frei gemacht und eine Lösung gefunden werden.

Der Mediator leitet durch eine strukturiertes Verfahren, welches durch seinen Aufbau zum genauen Hinsehen und Hinhören bewegt und idealerweise zum besseren Verständnis der eigenen Person, der der Konfliktpartners, des Konfliktgegenstandes und der Zusammenhänge führt.

Mediation kann grundsätzlich in allen Lebensbereichen eingesetzt werden.

Bei innerfamiliären Konflikten

wie z.B. im Falle einer Trennung / Scheidung, bei Fragen des Sorgerechts und Umgangsrechts, bei Konflikten zwischen Eltern und Kindern oder bei einer Erbauseinandersetzungen.

Bei Konflikten in einem Unternehmen, über ein Unternehmen, zwischen Unternehmen –

Wirtschaftsmediation

Mobbing, Organisationsprobleme, Unklarheiten bzgl. der Zuständigkeiten, Schwierigkeiten bei Betriebsübernahmen und –übergaben/Betriebsnachfolge. Streit zwischen Unternehmen.

Schulmediation

Bei Problemen zwischen Lehrern und Schüler, Schülern und Schüler, Lehrern unterinander, Organisations- und Zuständigkeitskonflikten

Verwaltungmediation

Bei Konflikten zwischen Bürger und staatlichen Entscheidungsträgern im Rahmen z.B. des öffentlichen Baurechts oder des Umweltrechts. Schwierigkeiten innerhalb der Verwaltung, insbesondere im Hinblick auf Kompetenzstreitigkeiten, Fragen der Zuständigkeit, der organisatorischen Abläufe.

Täter-Opfer-Ausgleich

Im Rahmen oder zur Vorbereitung und/oder Vermeidung eines strafrechtlichen (Haupt-)Verfahrens kann eine Mediation an der die Beteiligten einer Straftat zugegen sind hilfreich sein.

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